
Politik & Soziales
Politisches System und wirtschaftliche Situation Kap Verdes
Seit seiner Unabhängigkeit im Jahre 1975 ist der Inselstaat eine parlamentarische Republik, seit 1990 mit Mehrparteiensystem. Der Premierminister bestimmt die Regierungspolitik, während der Präsident als moralisch-repräsentative Instanz fungiert. Die periodisch stattfindenden Wahlen verlaufen störungsfrei nach demokratischen Prinzipien.
Trotz der noch immer häufigen Armut und Arbeitslosigkeit kommt es zu nur geringen sozialen Spannungen.
Die Währung, der Kapverdische Escudo ECV ist an den EURO gebunden in einem festen Wechselverhältnis von 1 EUR = 110.265 ECV.
Die Bevölkerung bekennt sich größtenteils zur katholischen und protestantischen Glaubensgemeinschaft.
Dank seiner stabilen politischen Situation und des aufstrebenden Bildungssektors schreibt schreibt Kap Verde seit der Unabhängigkeit durchgehend positive Zuwachsraten des BIP, im Schnitt um 6% pro Jahr.
Etwa 20 % des Bruttosozialproduktes ergeben sich aus den Zuwendungen, welche die im Ausland lebenden Kapverdianer an ihre Familien in der Heimat überweisen. Doch der Weg in die Emigration ist aufgrund der restriktiven Einwanderungspolitik der EU und Nordamerikas weitgehend versperrt, was die prekäre wirtschaftliche Situation für junge Menschen weiter verschärft.
Der Tourismus schafft rund 15% des Bruttosozialproduktes und wird als wesentliche Triebfeder der wirtschaftlichen Entwicklung für die nahe Zukunft angesehen. Schwerpunktmässig konzentrieren sich ausländische Investitionen noch auf Sal und Boavista, doch auch Santiago und São Vicente konnten schon grosse Projekte verzeichnen.

Mit der Eröffnung internationaler Flughäfen auf Santiago (2006) Boavista (2008) und São Vicente (vorausichtlich 2009) und der Möglichkeit diese Inseln mit direkten Flügen günstig aus dem Ausland zu bedienen, wird der Tourismus und die wirtschaftliche Entwicklung allgemein wesentlich beschleunigt werden.






